Schwarzes Loch.

Manchmal schaut die Welt wie ein schwarzes Loch aus…

Heute hörte ich am Weg ins Büro diesen Podcast über Menschenhandel. Er hat mich zu Tränen gerührt – sowohl das Leid als auch die Hoffnung. Viel Emotionen für eine U-Bahnfahrt…

 https://podcast.app/hidden-in-plain-sight-one-mans-fight-to-end-human-trafficking-and-bring-light-to-the-darkest-side-of-humanity-e87225768/?utm_source=ios&utm_medium=share

Ich unterstütze jedes Jahr ein Projekt oder eine Sache. In diesem Jahr ist mir etwas dazwischen gekommen und mein Blick war auf mich und meine kleine Familie gerichtet.

Letztes Jahr war ich im Gefängnis und hab mit den Insassen ge-workshopped. Das war SEHR spannend.

Ich freue mich über Ideen…

#guteprojekte 

Buch.

Ich schreibe ein Buch. Im letzten Jahr habe ich begonnen Vorträge zu halten zu einem Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Das Buch dazu steht schon lange an. Doch der Alltag ist ein Hund, lässt er einem doch selten Zeit für die Dinge des Herzens.

Doch der Gott, an den ich nicht glaube, sagte: Ich schicke die Welt in einen Lockdown, leere deinen Terminkalender mein Sohn, damit du dein Buch schreiben kannst.

-Wirklich? Ein Buchstipendium würde auch reichen.

Nein, ganz oder gar nicht. Aber nutze die Zeit, Noah hat damals kein Wort geschrieben.

-Ok, aber du hast auch den Markt gewissermaßen ersäuft… Ich darf doch du sagen?

Für dich, Ungläubiger, Herr Gott.

– Easy, Tiger.

No pressure. Worüber schreibe ich? The Art of Versuchskultur. Wie kultiviert man einen Zustand, in dem man gerne Dinge ausprobiert, in dem man mit Freude neue Wege gehen kann, ein Zustand der Fehler und Niederlagen integriert und vor allem eines weckt: Wanderlust.

Eine Vorbestellung habe ich schon. Es ist weder meine Mutter noch meine Oma.

Ein verrückter Schweizer will mein Buch. Ich dachte immer, die sind neutral…

#dasundenkbaretun #versuchskultur #justdoit #achtsamkeit  #kultur #schreiben #buch #perspektive #wanderlust #baam #bääm 

Muse-Stunden

 

Gute Nachrichten. In der Recherche für mein Buch bin ich auf dieses Goldstück gestossen.

“Was macht unser Gehirn, wenn wir nichts tun? Wir würden erwarten, dass es auch Pause macht. Aber Gehirnforscher haben Ende der 90er eine überraschende Entdeckung gemacht. Wenn wir schlafen, meditieren oder Tag-träumen, wird im Gehirn ein alternatives Netzwerk aktiv: Es verarbeitet, sortiert und verknüpft. Es ordnet Gespräche, die wir hatten, Erlebnisse, Bilder, die wir gesehen haben – kümmert sich um all die Dinge, die unsere Sinne wie ein riesiger Staubsauger aufsaugen und die meist unbemerkt an unserem Bewusstsein vorbeifliegen, direkt in die Abstellkammern unseres Hirns. Dort verstauben sie, bis dieses alternative Netzwerk sie wieder raus holt und nochmal schaut, was es ist. Manchmal erkennt es auch, dass es woanders hin passt. And this is where the magic happens.

Offene Fragen sind wie verkrampfte Muskeln in unserem Gehirn, die sich nur durch Antworten, durch Lösung entspannen. Natürlich sind es unterschiedliche Fragen, die uns nicht in Ruhe lassen, bis sie gelöst sind. Für manche ist es Welthunger (not me), für andere ist es banaler. Wie schafft es dreifarbige Zahnpaste, so schön regelmäßig dreifarbig zu bleiben, ganz egal, wie man sie aus der Tube drückt?

Geistesblitze. Wir suchen Lösungen auf unsere offenen Fragen und dieses alternative Netzwerk verknüpft im Geistesblitz plötzlich etwas, das vorher noch getrennt war: Wir finden die Lösung. Ja!, Ja!, Jaaah-

Wir haben diesen riesigen Schatz an Wissen, zu dem wir keinen Zugang durch zielgerichtetes Denken haben. Erst wenn wir nichts tun, kommen die Ideen, werden Verbindungen hergestellt.”

Ein Plädoyer für Muse-Stunden. Happy Sunday.

Ungewissheit: DAS•UN•DENKBARE•TUN

Ich telefoniere viel mit Kunden, alles hängt in der Luft – alles ist ungewiss. Ich bin meinen Kunden dankbar, denn die Ratschläge, die ich ihnen geben kann, sind Ratschläge, die ich mir selbst immer wieder in Erinnerung rufen muss.

Diese Ungewissheit braucht zwei Dinge.

Erstens will sie gespürt werden und all die Gefühle, die sie auslöst. Ein Sprichwort sagt: Angst ist ein schlechter Ratgeber.
Verdrängte Angst ist ein noch schlechterer Ratgeber. Ebenso verdrängte Wut und verdrängte Traurigkeit.

Zweitens. Ungewissheit braucht einen Fokus auf die Freude. Was freut uns in unserem Leben, in unserer Arbeit?
Was bringt uns zum Schwingen?
In der Freude finden wir neuen Wege.

Diese Ungewissheit braucht dringend neue Wege. Die Freude hilft uns sie zu finden.

Drittens. (Es gibt immer drei Dinge.)

Tanzen.

Affen hüpfen, um Stress abzubauen. Sie springen im Rudel, gemeinsam und entspannen sich dabei. Wir könnten hüpfen. Aber wir können auch tanzen.

Meine Frau zieht mich immer wieder vom Laptop weg zum Shake off. Ich danke dem Herrn, an den ich nicht mehr glaube, auf Knien für diese Frau.

Wir haben nicht nur einen Körper, wir sind auch ein Körper. Gemeinsames Hüpfen mag vielleicht außerhalb unserer kulturellen Komfortzone liegen, aber andere körperliche Aktivitäten liegen sicherlich innerhalb dieser Zone. (Die Phantasie wächst mit der Begrenzung des Raumes. Hoffentlich.)

VERSCHOBEN. Fake Work-in-Progress, Galerie Die Schöne

Im Moment leider auf unbestimmte Zeit verschoben.
“And finally, you would dream where you are now. You would dream the dream of living the life that you are actually living today.”

Alan Watts

Ich lade ein zu einem frühen Entwurf eines neuen Erlebnis. Es kann alles geschehen.

Arbeitstitel: FAKE. Inspiriert von Alan Watts.

19:30 Uhr, Galerie Die Schöne (Kuffnergasse 7, 1160 Wien), Sitzplatz Reservierung unter office[at]philippoberlohr[dot]com (Termin, Name und Anzahl der Plätze)

End•Zeit Aus•Zeit

Tag 28.

Letzte Stunden am Venice Beach. Bis zum nächsten Mal.

Tag 27.

Ich seile mich von der Gruppe ab und erkunde Pasadena. Arts + Science Cafe kann ich sehr ans Herz legen, aber noch mehr  Vroman’s Bookstore.

Letzter Sonnenuntergang in LA.

Tag 26.

Wir verlassen die Wüste und machen uns auf in die Großstadt. Ich hab vergessen, wie gern ich Auto fahre. Wir haben keines, aber es tut gut mit lieben Menschen 3 Stunden in einer kleinen Kammer zu sitzen.

Man kann den Blick und die Gedanken schweifen lassen und muss nicht reden. Kann es aber. Oft auch über überraschende Themen.

Nicht•Mehr•Lange Aus•Zeit

Tag 25.

Ich beginne den Tag mit was Neuem: Lach Yoga.
Ich fühl mich ein wenig deppat als ich mich durch meinen Namen lache. Phihihihilihihihihipp.

Aber es ist dann auch ganz lustig.
Es tut schon gut, ein wenig deppat zu sein. Man darf sich nicht zu sehr vom gscheit sein wollen zurückhalten lassen.

Wir sollten alle ein bisschen mehr deppat sein.

Nur politisch nicht. Aber da scheints immer Luft nach unten zu geben.

Tag 24.

Was geht ab?
Trumpman #3. Es gibt doch einige und alle sind verschieden.

Die Zeit in Borrego Springs neigt sich dem Ende zu.

Tag 23.

Ich treffe Trump Anhänger. Einen nach dem anderen. Auch wenn wir politisch verschiedener Meinung sind, haben wir ein respektvolles Gespräch.

Wie kann man ein konstruktives Gespräch mit jemanden haben, der ganz anderer Meinung ist?

Es hilft eindeutig, dass er nicht mein Präsident ist. Er zerstört zwar meine Umwelt mit, aber er fühlt sich dennoch nicht so nahe an.

Es ist sauschwer offen zu sein für die Meinungen anderer Menschen, wenn man persönlich drunter leidet.

Tag 22.

Cultur clash.

In Borrego Springs gibt es eine home school group. Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten. Wir begleiten sie auf ihrer wöchentlichen Wanderung.

Ich kann verstehen, dass man skeptisch ist gegenüber Schulsystemen.

Gleichzeitig denke ich, dass es wichtiger ist sein Kind Idee und Konzepten auszusetzen, die den eigenen Horizont übersteigen.

Ich bin froh, dass Little J nicht nur meinem Wahnsinn ausgesetzt ist.

P.S. Dazu auch anschauen Captain Fantastic. Ein schöner Moment ist die Szene, die mit dem Satz endet: “It’s just a penis.”

Noch•Mehr Aus•Zeit

Tag 21.

3 Wochen sind wir jetzt unterwegs. Der Arbeitstag wird unterbrochen…

  “Gentle Yoga with Claire”.

Claire ist 82 Jahre alt und unterrichtet 4 Yogastunden pro Woche in Borrego Springs.
“In diesem Alter muss man weitermachen, sonst hört man auf.”
Wenn ich Bildungsminister wäre, würde ich ein Pflichtfach einführen für alle 20-40 Jährigen. Darin geht es um das Einüben von guten Alltagsroutinen.

Warum nicht schon früher?
Ich erleben junge Menschen oft schon so unter Druck, gelähmt von der Angst dass ihre Entscheidungen (und ihre Noten) ihr ganzes Leben beeinflussen – ein bisschen weniger Mathe und ein bisschen mehr mit Freude schauen, was sie denn interessiert.
Und das könnte auch ein bisschen mehr Mathe sein.

Mathe hab ich schon gelernt. Ich mach mal bei meinen Alltagsroutinen weiter.

Tag 20.

Little J und ich gehen in den Balboa Park in San Diego und finden eine Zeltstadt, in der Obdachlose leben.

“Warum haben diese Menschen keine Wohnung?”

Kurz denke ich an die Komplexität dieser Welt, Immobilienmärkte, psychische Erkrankungen, Bildungsnotstände,…

Doch die einfache Antwort ist: Wir könnten ihnen Wohnungen geben, doch wir tun es nicht.

Was kann ich heute tun? Mein kleines Fähnlein in den Wind stellen.

Doch zuerst muss ich das Auto putzen… 2.5 Stunden im Auto über kurvige Bergstraßen haben einem 4 jährigen Magen nicht gut getan.

Tag 19.

Wir fliegen aus (fahren) nach San Diego und besuchen den Safari Park: Der Gründer hatte 1930 die Idee dafür. In den 30er Jahren vor fast 100 Jahren machten sie sich schon Gedanken über den Fortbestand von Tierarten.

In 100 Jahren hat sich nix getan. Stimmt so nicht ganz. Ein bisschen hat sich verbessert, viel mehr hat sich verschlechtert.
Und doch kommt jedes Jahr ein neues iPhone raus.

Sad Fact. Jeden Tag werden 5 Nashörner ihrer Hörner wegen getötet. Ein Gramm gemahlenes Nashorn-Horn bringt am Schwarzmarkt 90.000$.
Ich bin versucht meine Fingernägel zu sammeln, zu mahlen und mal zu schauen, was am Schwarzmarkt passiert. 

Tag 18.

Aus•Zeit von der Aus•Zeit.

Tag 17.

Ich arbeite weiter an meiner Spieltournee und telefoniere mit Veranstaltern in Österreich. Den Jetlag hab ich in der Zwischenzeit überwunden, d.h. meine Anrufe um 7:30 (16:30 in Österreich), fühlen sich an, wie Anrufe um 7:30…

Einige Dinge tu ich gern um 7:30. Telefonieren nicht.

Tag 16.

Kaltbaden Slow-Mo. Mit Speedo.

Es ist Zeit für eine neue Badehose. Auf meiner steht nur mehr *p**do.Wenn alle Buchstaben weg sind, kauf ich eine neue. Oder wenn die Nähte platzen. Das eine oder andere wird früher oder später passieren.

wieder•mal aus•zeit

Tag 15.

Ich beziehe mein Büro in der Bücherei von Borrego Springs. Vor einem Jahr haben sie hier eine saugeile Library hingestellt. Wenn sie Kaffee hätten, wär’s der Himmel…

Tag 14.

Seit einem Dreivierteljahr beginne ich den Tag mit einer kalten Dusche. Spaß macht es keinen, aber es tut gut, den Tag mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Danach kann man ein, zwei Bäume ausreissen.

In der Wüste gibt’s die Luxusvariante: Die Poolheizung funktioniert nicht. Gebirgsbach ist es keiner, aber kalt auf alle Fälle.

Gesund soll es auch sein.

immer•noch aus•zeit

Tag 13.

Byebye Boise. Hello Borrego Springs. Via San Francisco.

Little J freundet sich mit anderen Kindern in der Play Area des Flughafens an. Very High Tech. Aber ohne Moos nix los.  In diesem Fall ohne Strom. Da verliert der Tornado Simulator gleich seinen Zweck…

No school like old school. Eine Rutsche oder eine Schaukel würde schon reichen.

Aber Kinder sind schon spitze. Die klettern auf den Tornado Simulator und ärgern sich nicht über das Erlebnis, das sie verpassen…

Tag 12. 

Es fällt mir nicht leicht nicht zu arbeiten. Einerseits weil ich gerne arbeite, andererseits weil ich ein hohes Bedürfnis nach Sicherheit habe und in meiner Arbeit Kontinuität wichtig ist, um Momentum zu behalten.

Oder ist es das?

Kann man/ich weg sein, Dinge ruhen lassen.

Die Welt scheint nein zu sagen. Ein großer, lauter Teil der Welt scheint Nein zu sagen.

Ein anderer Teil sagt Ja.

Ein Teil meiner KeyNote Performance ist über Vertrauen. Vertrauen darauf, dass passiert, was passieren muss.

Ich zweifle immer wieder daran, ob das eine Botschaft ist, der ich auf einer Bühne Platz geben kann.

Und vertraue immer wieder darauf, dass es Platz verdient.

So wie mein Vertrauen jetzt, dass ich auch mal nicht arbeiten brauche.

Nur wenn ich es will.

7 Uhr morgens in Boise, ID. Eine wundervolle Kombination aus alten Menschen und Beastie Boys. 

Tag 11.

Breakfast mit meiner Schwägerin. Samantha Zipporah ist Expertin (u.a.) für „Vertility Awareness“. 

Ich erzähle ihr von meiner Arbeit zur Versuchskultur – eine Kultur in der man gerne Dinge ausprobiert und Fehlversuche  willkommen sind. 

Sie erklärt mir die Parallelen zum Uterus: ca. die Hälfte aller befruchteten Eizellen sind Versuche, die nicht zu einem Kind führen. Der Körper lebt die Versuchskultur, trauert um die, die scheitern.
Ich wusste nicht, dass die Anzahl so hoch ist und so viele Menschen diese Erfahrung machen.
Es ist “normal”, doch zusätzlich zur Trauer fühlen viele Frauen ein persönliches Versagen, weil sie sich allein fühlen, so erzählt sie mir.
Gut dass sie ihre Arbeit macht und die Welt mit ihrem Wissen erleuchtet. Heute war die Welt mein kleines Hirn.

Klein im Verhältnis zur Welt. Durchschnittlich groß im Verhältnis zu anderen Menschen. Damit das klar ist.
Ich hab ein ganz normales Hirn. Mit Gedanken und allem.
So einzigartig wie jedes andere Hirn auch, also völlig normal in seiner Einzigartigkeit. Sad face.

Tag 10.

Bei meiner Arbeit habe ich mit vielen verschiedenen Menschen zu tun. Ein Klient erzählte mir von seiner Arbeit mit einem Olympioniken, der sich folgendes Ziel gesetzt hatte: In 4 Jahren Gold gewinnen. (Hat er dann auch. Erfolg scheint vieles zu rechtfertigen…)

Er hat die vier Jahre in Tagen gedacht: 1461 Stück. Jeden Tag fragte er sich: Was kann ich heute tun, um mein Ziel zu erreichen.

Manchmal kann man heute nix tun, aber oft kann man was tun.

Was kann ich heute tun.

Tag 9.

Heute verbringe ich den Morgen mit diesem Fragenkatalog. Es geht um Geld. Kohle. Schotter. Etwas, das nicht stinkt, und über das man nicht redet. #mindblowing

Tag 8.

Tage sollten immer mit guten Nachrichten beginnen. Das Spiel ist im Radiokulturhaus!! 27.03.2020

https://radiokulturhaus.orf.at/artikel/666976/Das-Spiel

Praise the Lord.

Sollten Tage immer mit guten Nachrichten beginnen? Sie sollten auf alle Fälle beginnen.

Irgendwann bin ich im super Zen-Modus und kann sagen: Tage beginnen oder sie beginnen nicht. Alles hat seinen Platz.

Bis dahin freu ich mich, wenn sie mit guten Nachrichten beginnen und ärgere mich, wenn sie mit schlechten Nachrichten beginnen.
#MakeYourOwnZen